Der Ziegelbrenner
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Klassiker der homosexuellen Emanzipationsliteratur. Das Buch schildert die Geschichte zweier Gymnasiasten im Wilhelminischen Deutschland um 1915. Felix und Alf verlieben sich ineinander und entdecken zusammen ihre Sexualität, doch die von der Kirche, der Schule und dem Staat gesetzten Grenzen zerstören ihr kurzes Glück. Alf meldet sich – wie der Autor selbst – als Freiwilliger in den Ersten Weltkrieg und findet den „Heldentod“. Felix verspricht daraufhin dem toten Freund: „Ich will mitkämpfen gegen Bosheit und Dummheit, mithelfen dass andere Menschen nicht, wie wir beide, aus Unwissenheit so Schweres durchmachen müssen“ .Vogel (1898-1987) schrieb für die Neuausgabe 1977 – an der sich die vorliegende Ausgabe orientiert – dieses erstmals 1929 im anarchistischen Asy-Verlag erschienenen Romans noch selbst ein neues Vorwort. Bruno Vogel wurde 1898 in Leipzig geboren. Gleich sein erstes Buch, Es lebe der Krieg! (1924), brachte ihn wegen «Verbreitung unzüchtiger Schriften» bis vors Reichsgericht. Als Homosexueller engagierte er sich an der Seite von Magnus Hirschfeld und Kurt Hiller. Schon früh emigriert, lebte er nach Stationen in Norwegen und Südafrika ab 1953 in London, wo er 1987 starb. Die Neuausgabe von Alf erscheint zum 25. Todestag des Autors. Sie bietet den Text der Erstausgabe von 1929 in einer vom Autor durchgesehenen Fassung. Beigegeben sind einige Erzählungen, vor allem aus der Sammlung „Ein Gulasch und andere Skizzen“ von 1928.
sehr guter Zustand, 254 S., kart.
Bibliothek rosa Winkel Band 59
Neuauflage (nach der Ausgabe Andreas Achenbach, Lollar 1977)
Vogel Bruno
Hamburg
2011
978-3-86300-059-2
Männerschwarm Verlag