Wacquant Loic

Bestrafen der Armen – Zur neoliberalen Regierung der sozialen Unsicherheit

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Beschreibung

ungelesen/ Neubuch. Der Autor kritisiert die öffentliche Mobilmachung zum Thema „Sicherheit“ und die Verschärfung von Strafpraxen als Massnahmen zur Marginalisierung und Normalisierung unterer Klassen sowie Ablenkungsmanöver in Bezug auf die soziale Frage. Kampfschrift und wissenschaftliche Studie zugleich – lesenswert! Ein Buch für alle, die phantasieren, es gäbe einen „schwachen Staat“, der „dem Kapital ausgeliefert“ sei! kritisch-lesen.de zog das Fazit: Loïc Wacquant wäre kein guter ehemaliger Schüler und Co-Autor von Pierre Bourdieu gewesen, wenn er nicht noch als theoretischen Schlusspunkt einen „Abriss des neoliberalen Staates“ formulieren würde, die ausführlich auf die zum Teil verkürzten, manchmal oberflächlichen, meist aber linken Interpretationen des modernen Staates eingeht. „Der Staat zieht sich zurück“, allerdings nur bei seiner ureigensten Aufgabe einer gerechten Sozialpolitik und bei der Ahndung der zunehmenden Wirtschaftskriminalität. Für aufmüpfige Arme dagegen gibt es einen hochaufgerüsteten Polizeistaat. Mit das Beste, was die letzen Jahre an soziologischen Studien geliefert wurde.

Zusätzliche Information

Gewicht 600 g
Zustand

sehr guter Zustand, 359 S., kart.

Auflage

2., durchgesehene Aufl. (dt. EA 2009)

Autor

Erscheinungsort

Farmington Hills, Opladen, Leverkusen

Erscheinungsjahr

2013

ISBN/ISSN-Nummer

978-3-8474-0121-6

Verlag