Der Ziegelbrenner
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ungelesen/ Neubuch. Enthält u.a. „Primaner in Uniform“ (Kästner beschreibt hier, wie die Angst umgeht, bald einberufen und verletzt oder getötet zu werden, wie es Freunden geschah), den „Sergeant Waurich“ (die Erinnerungen an den sadistischen Militärvorgesetzten, später von Hanns Eisler vertont) und einen Auszug aus seiner Kinderbuch-Utopie „Die Konferenz der Tiere“. Einmal mehr zeigt sich, dass Kästner viel mehr ist als „nur“ ein Kinderbuchautor (und wo er dies ist, siehe „Konferenz der Tiere“, sich obendrein als großartiger Humanist erweist!). Im Nachwort stellt Sven Hanuschek die Aktualität und Bedeutung von Kästners Texten heraus und setzt sie in Bezug zur Menschheitsgeschichte (mit Verweis auf das Buch „Anfänge“ von David Graeber und D. Wengrow, in denen beide Belegen, dass das Zeitalter der Kriege mit der Sesshaftwerdung der Menschen begann). Zu Kästner hat der Deutschlandfunk Kultur im Juli 2024 eine „Lange Nacht“ gestaltet, eine knapp zweieinhalbstündige Hörfunksendung (deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-ueber-erich-kaestner-dlf-kultur-05765d32-100.html), die seine Aktualität herausstellt. BEILIEGEND eine Aktionszeitung „Krieg? Nicht mit uns!“, herausgegeben von DFG-VK, Pro Asyl, Graswurzelrevolution u.a.
95 S., Pappband, Klein-Oktav, geb.
Kästner Erich
Zürich
2024
978-3-85535-186-2
Atrium Verlag