Der Ziegelbrenner
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Neusatz der Ausgabe „Die Abschaffung des Krieges durch die Selbstbestimmung des Volks – Fragen an die deutschen Arbeiter“, herausgegeben vom Ausschuß für den freien Arbeitertag in Deutschland zu Berlin, Verlag Max Müller 1911.Hermann Hesse beteichnete Landauer als „stärksten Kopf dieser winzigen Minorität von wahrhaft geistigen Revolutionären“ (in seinem Essay „Sommerliche Eisenbahnfahrt“ von 1927), der Kriegsbegeisterung ebenso widerstand wie autoritären Versuchungen in der Revolutionszeit 1918/ 19. Entgegen den damaligen sozialdemokratischen Forderungen nach einer Volksbewaffnung setzte Landauer auf die Verweigerung jeglichen Kriegsdienstes und die Abschaffung aller Armeen sowie, im Kriegsfall, auf Gehorsamsverweigerung, Desertion und Massenstreik bzw. Generalstreik. „Dieser Text Landauers wurde noch vor der Verbreitung der 1. Auflage am 4.12.1911 von der Polizei beschlagnahmt. Die Ursache war der Spitzel Prawitz-Reimann, der vorgeschobene Grund, die im Text enthaltene Aufforderung für einen Generalstreik anstatt eines allgemeinen Krieges. Obwohl die Beschlagnahme ungesetzlich verlaufen war, bestätigte die Strafkammer des Landgerichts Berlin, am 25. März 1912 das Urteil. Die Flugschrift, die mit einer Startauflage von 100.000 vom Berliner Ausschuß für den freien Arbeitertag in Deutschland herausgegeben worden war, wurde einschließlich des Satzes vernichtet. Landauer selbst blieb unbehelligt, weil der Text nicht unter seinem Namen erschienen war“ (Quelle: Anarchistische Bibliothek). Mit einem Nachwort des Anarchosyndikalisten Rudolf Rocker (1873-1958), „Die Waffen nieder – Die Hämmer nieder!“, ein Text, den Rocker erstmals im März 1919 in Erfurt auf der Reichskonferenz der Rüstungsarbeiter Deutschlands als Rede gehalten hatte.
sehr guter Zustand, 36 S., Klammerheftung
Schriftenreihe IDK-Texte zur Gewaltfreiheit Nr. 7
2., überarbeitete und erweiterte Aufl.
Landauer Gustav
Berlin
2023
978-3-9816536-5-6
IDK – Internationale der Kriegsdienstgegner*innen