Der Ziegelbrenner
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Vom Verfasser auf dem Vorsatz signiert! Der Ausnahmeautor Erich Hackl ist auf unseren Rezensionsseiten bisher nicht hinreichend gewürdigt worden. Das soll sich hiermit ändern. Wie bei allen seiner Erzählungen liegt auch hier ein authentischer Fall zugrunde: die Geschichte von zweien, die sich lieben, durch die politischen Ereignisse immer wieder getrennt werden, und diese Liebschaft am 18. März 1944 im KZ Auschwitz legalisieren dürfen – ein Hoffnung erweckender Ausnahmefall oder Zynismus der Machthabenden? Hackls Bücher – so auch dieses – sind einmalig in ihrer Sprache: poetisch-still, ohne stelzenhaft zu sein, präzise und doch zurückhaltend, dabei Aberwitz und Tragik der Zeit weder versteckend noch überzeichnend, lakonisch und listenreich, dabei politisch immer brisant, gilt seine Achtung nicht den Mächtigen oder Befehlsempfängern, sondern jenen, die sich Mitgefühl und Selbstachtung auch in schwierigsten Verhältnissen bewahren, ohne dass Hackl dabei idealisiert und seine Handelnden sockelhaft überhöht. Unser Lesetipp! (Gerald Grüneklee)
Signatur des Autors auf dem Vorsatzblatt und datiert (3.V.03), sehr guter Zustand, 185 S., Pappband, geb., m. OU
EA
Hackl Erich
Zürich
2002
3-257-06324-5
Diogenes Verlag