Modersohn Christian

Erinnerungen an Rußland – Skizzen aus dem Krieg 1941-1942

€68,00

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Beschreibung

Vom Künstler auf dem Vorsatzblatt signiert (mit Vornamen)! Katalog zur Ausstellung im Historischen Museum Domherrenhaus (Verden) und Lew Kopelew Forum (Köln).Der jüngste Sohn Otto Modersohns nahm als Zeichner am Russlandfeldzug, am Vormarsch nach Stalingrad, als Lageskizzen- und Kriegszeichner teil, doch widersetzen sich seine Zeichnungen der billigen Kriegspropaganda, die ein abstoßendes Feindbild darstellen und Heroismus propagieren soll. Gleichwohl wurde M. 1944 in die nationalsozialistische „Gottbegnadeten-Liste“ des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda aufgenommen. „Das Malen hat mich einerseits gefährdet, weil ich in mich meiner jugendlichen Unbekümmertheit zwischen die Linien begab. Andererseits hat es mir aber auch das Leben gerettet, denn als ich schliesslich in Stalingrad schwer verwundet wurde, haben mich drei junge russische Zivilusten durch das Anlegen eines Verbandes vor dem sicheren Tode bewahrt. Sie hatten gesehen, dass ich, als die Granate einschlug, zeichnete. Sie erkannten in mir nicht den Feind, sondern den Menschen“ (M. im Geleitwort). Insofern geben diese Zeichnungen auch Zeugnis von der potentiell völkerverbündenden, der Kriegspropaganda widerstehenden Kraft der Kunst, M. verkörpert ein anderes, sensibleres und zugewandteres Menschenbild als das eines Opa Baerbock, der sich als Nazi-Täter noch immer als Opfer fühlte.

Zusätzliche Information

Gewicht 600 g
Zustand

auf dem Vorsatz mit Signatur und Widmung des Künstlers ("für E… mit allen guten Wünschen zum Weihnachtsfest und guten Neuen Jahr 2007 Dein Christian"), gut erh., unpag., Broschur

Autor

Erscheinungsort

Fischerhude

Erscheinungsjahr

2006

Verlag