Der Ziegelbrenner
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„Nach früheren Arbeiten über Siegfried Kracauer als Filmtheoretiker hat sich der Wiener Publizist Drehli Robnik nun einen anderen Aspekt vorgenommen, der das Werk dieses lange im Schatten seiner berühmteren Kollegen stehenden Mitdenkers der Frankfurter Schule auszeichnet: Kracauers multiperspektivische Faschismusanalyse, die sich sowohl in filmspezifischen als auch in soziologischen Schriften seit den 1930er-Jahren findet…In seinem charakteristischen Stil, der nicht vor offenen und provokant zuspitzenden Benennungen zurückschreckt, und mit steten Referenzen auf eine Vielzahl historischer und gegenwärtiger Quellen (oft befinden sich wichtige Gedanken in den ausführlichen Fußnoten) führt der Autor durch verschiedene Dimensionen von Kracauers jahrzehntelanger Auseinandersetzung mit dem Phänomen Faschismus. Auf dieser Wanderung bringt er Kracauer in Dialog mit anderen Schlüsselautoren der Faschismusanalyse wie Adorno, Arendt, Bloch, Horkheimer, Laclau und Žižek… Unter Robniks Schlussfolgerungen findet sich denn auch eine feurige Verteidigung des Radikalismusbegriffs. Diesen grenzt er von landläufigen (verinnerlichten oder absichtlichen) Vermischungen mit Extremismus ab und fordert – weil er mit Kracauer die Massen für wahrheitsfähig hält – seine Rehabilitierung als Kampfmittel gegen die aktuellen Formen rechter Politik. Denn diese sind eben nicht radikal, sondern extrem.“ (Berthold Molden, tagbuch.at)
293 S., kart.
Edition Politik Band 163
Robnik Drehli
Bielefeld
2024
978-3-8376-7017-2
Transcript Verlag