Parnass Peggy

Kleine radikale Minderheit

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Beschreibung

Aus der Bibliothek des Fotografen Günter Zint bzw. dem Bestand des 1964 von Zint gegründeten Bildarchiv Pan-Foto (neuere Schreibweise: Panfoto; dort auch 15 bedeutende Fotografennachlässe, darunter Germin, Schorer, Andres, Bieber, Hartz). Parnass arbeitete teilweise mit G. Zint zusammen und ist mit ihm befreundet, hier jedoch das Umschlagfoto von Thomas Dawideit, mit Innenfoto von Isolde Ohlbaum. Parnass (1927-2025) war Schauspielerin, Kolumnistin, Gerichtsreporterin und Autorin. Vor allem war sie eine der letzten Personen, die noch alle drei Phasen des Judentums im 20. Jahrhundert erlebten und vor allem überlebten (Kindheit in der jüdischen Gemeinde, dann die Verfolgung, der ihre in Treblinka ermordeten Eltern nicht entkamen, sie und ihr Bruder jedoch mit einem Kindertransport entfliehen konnten und schließlich der Wiederaufbau des Judentums in Deutschland). Sie war, wie es auf der Trauerfeier am 18.3.25 hieß, Hamburg und Hamburg war Peggy Parnass – sie war, bei allem, was ihrer Familie angetan wurde, der Stadt und vor allem dem Stadtteil St. Georg (als „Queen von St. Georg“) zugetan. Und vor allem war sie eine politisch bis zuletzt klar positionierte Person, die mit Grenzen jeglicher Art nichts anfangen konnte, gegen jeden Krieg war und im sexuellen und religiösen Zusammenhang eine Verfechterin unbedingter Toleranz war.

Zusätzliche Information

Gewicht 600 g
Zustand

Einband etwas berieben, lichtrandig, sonst innen gut, 240 S., kart.

Auflage

hier die EA (eine 2.Auflage erfolgte 1986)

Autor

Erscheinungsort

Hamburg

Erscheinungsjahr

1985

ISBN/ISSN-Nummer

3-922144-46-2

Verlag