Baur Erwin, Fischer Eugen, Lenz Fritz

Menschliche Erblichkeitslehre und Rassenhygiene Band I (von 2 Bänden): Menschliche Erblichkeitslehre – SCHLÜSSELWERK DER „RASSENHYGIENE“

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Beschreibung

Aus der Bibliothek des Soziologen und Gesundheitswissenschaftlers Wolfgang Hien, der sich u.a. mit der Sozial- und Gesundheitspolitik sowie der Arbeitshygiene während des Nationalsozialismus beschäftigte. Erstes deutsches Lehrbuch für Rassenhygiene (erstmals 1921 aufgelegt). Inhalt u.a. : Abriss der allgemeinen Variations- und Erblichkeitslehre; Grundbegriffe; Mutationen; Rassenunterschiede; Varierende Merkmale des Menschen; Rassenentstehung; Rassenbeschreibung; Krankhafte Erbanlagen; Menschliche Erblichkeitsforschung. Baur (1875-1933) war Arzt, Botaniker, Genetiker, Rassenhygieniker und Züchtungsforscher, Vetreter des Neodarwinismus und bereits ab 1905 Mitglied der neu gegründeten Gesellschaft für Rassenhygiene; Fischer (1974-1967) war Mediziner, Anthropologe, Erbbiologe, Eugeniker und schließlich überzeugter Nationalsozialist, NSDAP-Mitglied und nationalsozialistischer Rassenhygieniker. 1910 gründete er die Ortsgruppe Freiburg der Gesellschaft für Rassenhygiene; trotz seiner Vergangenheit ernannte ihn die wieder begründete Deutsche Gesellschaft für Anthropologie 1952 zum Ehrenmitglied. 1952 wurde er zudem Ehrenmitglied der „Gesellschaft für Konstitutionsforschung“ in Tübingen unter Ernst Kretschmer. Lenz (1887-1967) war deutscher Mediziner und Hygieniker, Anthropologe, Humangenetiker und Eugeniker. In der Zeit der Weimarer Republik und im nationalsozialistischen Deutschen Reich war er – wenig überraschend angesichts des von ihm mit herausgegebenen frühen Lehrbuchs – einer der führenden Rassenhygieniker. Trotz seiner Vergangenheit wirkte er bereits ab 1952 ordentlicher Professor für „Menschliche Erblehre“ in Göttingen. Dabei hielt er weiter an einer Hierarchisierung vermeintlich minder- buw. höherwertiger „Rassen“ fest und schrieb 1951 etwa: „Ich habe Sympathie auch für die Schimpansen und Gorillas, und es tut mir sehr leid, daß sie dem Aussterben entgegensehen wie so viele andere Tierarten und auch sogenannte Naturvölker. Mir ist auch das Schicksal, das Millionen von Juden betroffen hat, sehr schmerzlich; aber das alles darf uns doch nicht bestimmen, biologische Fragen anders als rein sachlich zu betrachten“. Aufschlussreich sind auch die Verlagsanzeigen in diesem Buch, die Ausdruck davon geben, wie weit Denkweisen, die im Nationalsozialismus massenhaft Tötungen zur Folge hatten, schon vor 1933 virulent waren.

Zusätzliche Information

Gewicht 1100 g
Zustand

Buchschnitt lichtrandig, sonst gut erh., 601 S., HLn., geb.

Auflage

dritte, vermehrte und verbesserte Aufl.

Autor

Erscheinungsort

München

Erscheinungsjahr

1927

Verlag