Scheuer Norbert

Mutabor – Roman

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Beschreibung

Der vielleicht dichteste und phantastischste Roman aus Scheuers Eifel-Universum, rund um die schon aus anderen Scheuer-Romanen bekannte Familie Arimond. Zwischen Wahn und Wirklichkeit, Traum und Mythos sucht eine einsame Außenseiterin im Städtchen Kall ihre rästelhafte Geschichte und stößt dabei auf Schweigen und Sehnsüchte, die teilweise weit hinaus weisen aus der Eifel. „Norbert Scheuer knüpft die Kall-Symbolik noch dichter als in den vorherigen Romanen: Pferde (eines heißt ebenfalls Mutabor), verschwundene und wieder aufgetauchte Armreife, Muttermale, Schildkröten, Vögel, die Geheimnisse am Grund des künstlichen Sees – überall geheime Beziehungen und verzweigte Referenzen“ (SWR). Wiederholt tauchen die alten Männer, die „Grauköpfe“, auf, die ihren Tag im Supermarktcafé verbringen. „Der soziale Realismus dieser Szene kontrastiert mit der epischen Wucht, die aus ihrer Wiederholung entsteht und dem Umstand, dass die Gemeinde Kall in der Eifel, wo der Supermarkt steht, in Norbert Scheuers literarischem Werk jeweils in der Mitte des deutschen Geschichtsraums, des globalen Mythenschatzes, des Universums zu liegen scheint: ein Pars pro toto für alles, was es auf der Welt gibt. Scheuers Romane, bisher neun, spielen alle in Kall, wo der Schriftsteller auch lebt, haben zumindest ihren Ursprung dort oder führen dahin zurück. Immer geht es darum, ins Wirklichkeitsgewebe des Provinznests Kall mehr Fäden einzuziehen, es dichter zu machen und mit den großen Menschheitserzählungen zu verknüpfen“ (Süddeutsche Zeitung). Tatsächlich nenn t der Autor u.a. Hesiod, Homer, Karl Kerenyi, Ovid, Robert Ranke-Graves und Virginia Woolf als Inspirationsquellen, Stichwort- und Hintergrundgeber der weit in die Antike reichenden, in diesem Buch rezipierten Mythologien, die dann abrupt auch wieder in die Realtität führen können, sexuellen Missbrauch inklusive.

Zusätzliche Information

Gewicht 1100 g
Zustand

sehr guter Zustand, 192 S., Pappband, geb., m. OU

Auflage

EA

Autor

Erscheinungsort

München

Erscheinungsjahr

2022

ISBN/ISSN-Nummer

978-3-406-78152-0

Verlag