Der Ziegelbrenner
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„Warum Kant lesen?“ wird einleitend gefragt, und antworten geben u.a. Slavoj Zizek („Die Frage nach dem Rechtsstatus der Rebellion ist heute aktueller denn je“) und Gregor Gysi („Wir müssen auch Menschen unter repressivsten Bedingungen als zur Freiheit fähige Wesen denken“), aber auch die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann („Wir sind in der Pflicht, die Menschen dazu zu ermutigen, ihren Verstand zu gebrauchen und die Parolen der Autoritären zu hinterfragen“). Womit schon mal klar ist, wie weit Kant auslegbar ist. Ergiebiger sind u.a. die Gespräche mit dem israelischen Philosophen Omri Boehm (für den Kant ein Denker des Ungehorsams, ja ein Anarchist ist), Susan Neiman (für die die Frage nach dem Bösen ein Leitmotiv Kants ist), Lea Ypi („Der Kapitalismus verstößt gegen das kantische Prinzip“), Gayatri C. Spivak (die Kant gegen die Kritik postkolonialer Theorien verteidigt), Jörg Noller (der die Frage der Erkenntnis künstlicher Intelligenz mit Bezug auf Kant beantwortet) und Marcus Willaschek (Über die „Kritik der reinen Vernunft“) sowie der Beitrag von Friedrich Weißbach zu Kants Schrift „Zum ewigen Frieden“.
sehr guter Zustand, 114 S., Grossforamt, kart.
(Kant Immanuel) – Schouwink Theresa (Chefred.)
Berlin
2024
Philomagazin (Philomag)