Der Ziegelbrenner
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Jacoby bezieht Stellung gegen die Denunzierung utopischen Denkens als wirklichkeitsfremd, naiv oder gar regressiv. „In diesem Klima der Eindimensionalität beharrt Russell Jacoby auf dem renitenten Gedanken der Utopie und behält die Möglichkeit einer anderen Gesellschaft im Auge, die notwendige pragmatische Reformen mit utopischer Kritik in Einklang bringt. Wie lässt sich Frieden auf der Welt realisieren, ohne die Kriegsmaschinerie in Frage zu stellen, oder wie kann man eine globale Prosperität ersehnen, ohne die eklatanten ökonomischen Ungleichheiten auf den Kontinenten zu beseitigen? Entgegen der üblichen Praxis, Probleme der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Diskriminierung mit neoliberalen Scheinrezepten zu behandelten, wie es jüngst die Pop-Heilsbringer von Live 8 medienkonform präsentierten, rekurriert Jacoby auf eine radikale Kritik der gegenwärtigen Verhältnisse. Ob solche Einsprüche wider den konformistischen Zeitgeist letztendlich fruchten, muss die Zeit zeigen.“ (Jörg Auberg)
gut erh./ good condition, 211 S., paperback, kart.
Jacoby Russell
New York
2005
978-0-231-12895-7
Columbia University Press