Der Ziegelbrenner
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ungelesen/ Neubuch. Anhand von Privatstädten in Honduras stellt der Autor dar, wie die privatwirtschaftliche Übernahme des Stadtmanagements jegliche demokratische Gestaltung der Stadt (und der Stadtgesellschaft) aushebelt. Dabei wird deutlich, wie die außerhalb staatlicher Rechte organisierten Städte der ZEDE (Zona de Emploo y Desarrollo Economico) eine totale Privatisierung forcieren, die an Zeiten der Leibeigenschaft und des finstersten Manchesterkapitalismus erinnern – und dass eben diese Entwicklung von den Rechten voranbgetrieben wird, u.a. auch der AfD. „Das Buch stellt einen wertvollen Fundus dar, der zur weiteren Recherche über eine weltweit vernetzte Parallelgesellschaft anregt. Zur Orientierung ist ein umfangreiches Glossar angefügt, das zusammen mit einem ausführlichen Literaturverzeichnis ein Drittel des Buches ausmacht. Auch wenn vielleicht noch keine Privatstadt fertiggestellt ist, arbeitet das proprietaristische Netzwerk daran, seine Vorstellungen weltweit in die Tat umzusetzen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit von kritischer Wachsamkeit und Widerstand gegen die Aushöhlung demokratischer Grundrechte. Darüber hinaus kann die Auseinandersetujng mit den hier dargelegten ´anarchokapitalistischen´ Vorstellungen von Freiheit und Selbstorganisation sowie mit der ausgeprägten Feindlichkeit gegenüber Staat und bürgerlicher Demokratie hilfreich sein, um eigene Vorstellungen kritisch zu hinterfragen und in Abgrenzung dazu zu schärfen“ (Elisabeth Voß, Graswurzelrevolution).
sehr guter Zustand, 184 S., kart.
Kemper Andreas
Münster
2022
978-3-89771-175-4
Unrast Verlag