Der Ziegelbrenner
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Aus dem Französischen, mit einer Vorbemerkung und Anmerkungen von Heribert Becker. Hier übersetzt aus der erweiterten Neuauflage von 1955. Enthält neben seiner Rede über den Kolonialismus (die nie tatsächlich als Rede gehalten wurde) seine Rede über die N+egritude. Cesaire, der afrokaribisch-französische Schriftsteller und Politiker, schrieb 1950 in seiner „Abrechnung mit der kolonialistischen europäischen Denkweise aus der Sicht der Kolonisierten“, wie diese programmatische Schrift zutreffend auf „Wikipedia“ charakterisiert wird: „Im Verhältnis zwischen Kolonisator und Kolonisiertem ist nur Platz für die Fronarbeit, die Einschüchterung, den Zwang, die Polizei, die Steuer, den Diebstahl, die Vergewaltigung, die Zwangsanpflanzung, die Verachtung, das Misstrauen, die Anmaßung, das Dünkel, die Gemeinheit, für enthirnte Eliten und erniedrigte Massen“. „Vieles in Césaires Discours klingt prphetisch, vieles ist auch heute noch, da vielerorts der Neokolonialismus latent oder offen an die Stelle des traditionellen Kolonialismus getreten ist, hochaktulell, nicht zuletzt die eindringliche Warnung vor einem neuen, globalen Kolonisator, den Vereinigten Staaten“ (H. Becker, S. 18f.).
sehr guter Zustand, 144 S., kart.
Césaire Aimé
Berlin
2023
978-3-89581-552-2
Alexander Verlag