Der Ziegelbrenner
Versand für gesellschaftskritische Medien
€8,00
Nur noch 1 vorrätig
Ein kleines, bewusst „unordentlich“ gestaltetes Büchlein. Florian X gibt es nicht und es gibt ihn überall: den Versager, den, der den Anschluss an die ach-so-gute-Welt verpasst. Aber dieser Florian nimmt die Rolle des Versagers als Position der bewussten Verweigerung an und treibt sie bis in den letzten Winkel seines Lebens. Da wird ein sich aufrollender Socken nicht gerichtet, sondern schmerzvoll durch die Fußgängerpassage geschlurft, um sich den Blicken der Spießer auszusetzen, und die letzte bezahlbare Milchpackung bleibt aus Trotz leer im Kühlschrank stehen, und statt wie früher zu trampen, wandert Florian im Straßengraben. Der frühere Positiv- Aktivist sucht die links- ökologische Szene auf, um sich sagen zu lassen, dass er aufgegeben habe. Ein Irrtum, denn wer ist aufmerksamer und engagierter als der Pessimist, der Gruppengekicher als Fröhlichkeitszwang enttarnt, der dazu dient, nicht mehr wirklich politisch oder kulturell aktiv zu sein. Ist die Szene mehr als ein narzistisches Sich- In- Szene- Setzen? Florian X verkommt äußerlich, doch sein Kopf arbeitet unentwegt: er spricht über Hippies, Punks, über die Generation X, Kurt Cobain, die EXPO, Chomsky, über Trance und Chaos- Musik, das nächtelange Programmieren einer neuen Sprache am PC – was nicht funktioniert, weil „Sprache lebendig ist“. (Verlagstext)
gut erh., 128 S., DIN A 6, kart.
Florian X (Pseudonym)
Osnabrück
2000
Packpapier Verlag