Thoreau Henry David

Walden oder Leben in den Wäldern

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Beschreibung

Thoreau berichtet von seinen Beobachtungen und Erfahrungen, die er während zweier Jahre (1845-1847) als Einsiedler in einem selbstgezimmerten Blockhaus am Walden-See nahe seiner Heimatstadt Concord/ Massachusetts gemacht hat. Die nach Tagebuchaufzeichnungen entsandenen Reflexionen sind ein Plädoyer für den Rückzug in das einfache, natürliche, „echte“ Leben in und mit der Natur. „Wenn selbst Amerika in der Wirtschaftskrise das Sparen lernt, wird es Zeit, über alternative Lebensformen nachzudenken. Für den Ausstieg in die eigene Blockhütte mit angrenzendem Bohnenfeld gibt es bereits eine Anleitung: ´Walden´ ist der Klassiker der Selbstversorgung“ (FAZ 16.5.2009). „Mag sein, dass sich auf längere Sicht Thoreaus Freiheitslehre als die historische Antwort auf den Kapitalismus und seine Industrie-Zivilisation erweisen wird“ (Frankfurter Rundschau). „Die amerikanische Literatur, so kühn und grossartig sie ist, hat kein schöneres und tieferes Buch aufzuweisen als Walden“ (Hermann Hesse). Ich habe ja so meine Probleme mit der gegenwärtigen Welle des „Nature Writing“. Gut, die Idealisierung der Natur diente einst den Frühsozialisten zur Skizzierung ihrer Utopien, ebenso hatte die Überhöhung der „Natürlichkeit“ ihren Sinn angesichts der Kritik von Industrialisierung, Verelendung und Umweltzerstörung. Heutzutage freilich scheint das Naturbild oft eher dazu zu dienen, gesellschaftliche Missstände zu verschleiern (die Werbung trägt ihren Teil dazu bei, wenn die Margarinewerbung die heile, patriarchale Familie im idyllischen Garten zeigt). Naturanalogien werden benutzt, um die Verhältnisse als zwangsläufig und entsprechend alternativlos darzustellen, Beispiele dazu finden sich in der Politik, den Wirtschaftswissenschaften, der Pädagogik etc. Gleichwohl haben wir mit Thoreau einen Klassiker der Naturliteratur, der nicht einfach ein „Aussteiger“ war (dazu dachte er zu politisch) und der die sehr genau beobachteten Naturvorgänge nicht instrumentalisierte oder mystifizierte. Sein „Walden“ ist noch heute wegweisend, lehrreich und inspirierend. Hier die Übersetzung der zweiten deutschen Ausgabe (Eugen Diederichs, Jena 1905) von Wilhelm Nobbe (1851-1924).

Zusätzliche Information

Gewicht 600 g
Zustand

sehr guter Zustand, 431 S., Pappband, geb.

Autor

Erscheinungsort

Hamburg

Erscheinungsjahr

2016

ISBN/ISSN-Nummer

978-3-86820-339-4

Verlag