Der Ziegelbrenner
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DVD; Ein Film über die Privatisierung des Trinkwassers in der BRD und Grossbritannien. Der französische Konzern Veolia versteht sich als „Weltmarktführer für Umweltdienstleistungen“. Ein Haupttätigkeitsfeld ist das Geschäft mit Wasser und Abwasser. Als der vorliegende vom NDR koproduzierte Film es wagte, über die Praxis der Geheimverträge bei der Teilprivatisierung der Berliner Wasserwerke aufzuklären (mittlerweile man sich in Berlin an einer Re-Kommunalisierung), übte der Konzern (neben RWE massgeblich in die Privatisierung der Wasserbetriebe involviert) massiven Druck aus und erreichte nach eigenen Angaben sogar im Einvernehmen mit dem ARD-Chefredakteur Volker Herres, dass der Film nicht mehr ausgestrahlt werden durfte. Und das, obwohl der Dokumentation kein einziger inhaltlicher Fehler nachgewiesen werden konnte (nach Informationen von watermakesmoney.org). Die Bürgerinitiative „Berliner Wassertisch“ forderte eine Offenlegung der hinter verschlossenen Türen ausgehandelten und unterzeichneten Verträge. Die „taz“ veröffentlichte am 30.10.2010 die Privatisierungsverträge, die ihr aus ungenannter Quelle zugespielt wurden. Der 2005 in Kooperation mit dem NDR produzierte Film diente bereits Wolfgang Schorlau als wichtige Inspiration für seinen Krimi „Fremde Wasser – Denglers dritter Fall“.
Ca. 50 Min. Laufzeit
Franke Leslie, Lorenz Hermann
Hamburg
2010
3-902567-49-X
Kernfilm