Der Ziegelbrenner
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DVD; Inklusive Bonusmaterial. Der französische Konzern Veolia versteht sich als „Weltmarktführer für Umweltdienstleistungen“ und er ist neben Suez einer der Global Player der Weltwasserwirtschaft. Ein Haupttätigkeitsfeld ist das Geschäft mit Wasser und Abwasser – viele Details über die Arbeit dieses Konzerns kamen erst durch den „Whistleblower“ Jean-Luc Touly ans Tageslicht. Als der vorliegende von ARTE koproduzierte Film es wagte, über die Praxis der Geheimverträge bei der Teilprivatisierung der Berliner Wasserwerke aufzuklären (mittlerweile arbeitet man in Berlin an einer Re-Kommunalisierung), übte der Konzern (neben RWE massgeblich in die Privatisierung der Wasserbetriebe involviert) massiven Druck aus, doch der Sender liess sich nicht einschüchtern (im Gegensatz zum NDR beim Vorgängerfilm „Wasser unterm Hammer“). Die Bürgerinitiative „Berliner Wassertisch“ forderte eine Offenlegung der hinter verschlossenen Türen ausgehandelten und unterzeichneten Verträge. Die „taz“ veröffentlichte am 30.10.2010 die Privatisierungsverträge, die ihr aus ungenannter Quelle zugespielt wurden. Dieser Film ist ein wichtiges Plädoyer für die Rekommunalisierung der Wasserversorgung bzw. gegen weitere Privatisierungen, wie sie EU, USA, IWF und Weltbank nach wie vor oft verlangen (siehe z.B. Griechenland 2012)! (Gerald Grüneklee)
82 Min. Laufzeit
Franke Leslie, Lorenz Herdolor
Hamburg
2010
Kernfilm