Wyss Kurt

Workfare – Sozialstaatliche Repression im Dienst des globalisierten Kapitalismus

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Beschreibung

Nach wie vor wichtiges, lesenswertes Buch Wyss kritisiert die Exklusion von „Unterschichten“ bzw. Transfergeld-Beziehenden, die als arbeitsscheu, faul, Sozialschmarotzer etc. erniedrigt, entwürdigt und schliesslich von Teilhabe- und Mitsprachemöglichkeiten ausgeschlossen werden. So wird eine individualisierende „Selbstverschuldung“ an den Lebensumständen konstruiert. So werden Vorurteile reproduziert, die teils zudem von rassistischen Haltungen begleitet werden. Dabei wird ignoriert, dass diese Menschen oft durch Massenentlassungen, psychische Zusammenbrüche oder Umstrukturierungen entlassen und damit „arbeitslos“ gemacht werden. Durch angedrohte Leistungskürzungen oder Leistungseinstellungen werden im repressiven Regime der vormaligen westlichen Wohlfahrtsstaaten seit „New Labour“ (bzw. in Deutschland der rot-grünen Koalition) jene sanktioniert, die Billigjobs á la „1-Euro-Jobs“, Bewebungspflichten und sonstige Zwänge nicht hinnehmen bzw. nicht hinreichend dokumentieren können. Der Autor, ein hauptberuflicher Soziologie, zeichnet nach, wie die ehemalige „Welfare“ umgebaut wurde in ein autoritäres Prinzip des „Fordern und Fördern“ (wobei viele Forderungen auf wenig Förderung treffen). Das Buch – aus Schweizer Perspektive, doch in den Grundzügen auf andere mitteleuropäische, neoliberal verfasste Staaten übertragbar – ist ohne akademische Scheuklappen geschrieben und will in erster Linie aufklären. Es wendet sich entsprechend an alle, die an einem aufgeklärt-kritischen Urteil interessiert sind.

Zusätzliche Information

Gewicht 600 g
Zustand

Name auf Vorsatz, sonst sehr guter Zustand, 160 S., kart.

Auflage

EA

Autor

Erscheinungsort

Zürich

Erscheinungsjahr

2007

ISBN/ISSN-Nummer

3-85990-125-7

Verlag