Der Ziegelbrenner
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Es ist so eine Sache mit dem Klassenbegriff: einerseits wird er, wie auch die Frage der Schichtzugehörigkeit, im 21. Jahrhundert beschämend unter den Tisch gekehrt. Viele Menschen scheinen gar nicht mehr das Bewusstsein einer Klassenzugehörigkeit zu haben – schon gar nicht zur Arbeiterklasse, im Zweifelsfall wollen alle Mittelschicht sein, Mitte ist ja eh angesagt. Derweil spitzen sich die globalen Ausbeutungs- und Klassenverhältnisse weiter zu. Mit den Veränderungen in der Arbeitswelt (Technisierung, Rationalisierung, Flexibilisierung, Digitalisierung…) und zunehmender Vielfalt an Lebensentwürfen und Lebensweisen ist Klasse jedoch diverser geworden – weiblicher, internationaler, migrantischer, prekärer, eben intersektionaler. Diese Diversität spiegelt sich auch in den Gesprächen dieses Bandes, wobei einschränkend zu sagen ist, dass die meisten Befragten im Kunst- und Kulturbereich tätig sind, während andere Arbeitsfelder fehlen.
160 S., Klappenbroschur
Dreit Karolina und Kristina
Wien
2024
978-3-99136-046-9
Mandelbaum Verlag