Der Ziegelbrenner
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Wunderschön ironisch, doch ist diese CD auch ein Kind der Zeit – übers Landleben lustig machen ist ja nicht mehr so 2020er, nachdem insbesondere seit der Corona-Pandemie eine Rückzugsbewegung (um nicht zu sagen: Fluchtbewegung) zurück aufs Land stattgefunden hat. Eben diese Flucht allerdings ironisiert Grebe – von wegen Idyll und Ruhe und Töpferin aus Göttingen und so. Lieder zwischen Maulwurfshügeln und Igeln, von Unkräutern – nein, das sind doch Beikräuter! -, Treckern, Dorfdeppen („der einzige Grund nicht aufs Land zu ziehen ist die Landbevölkerung“) und dem Plakat zur Schaumparty von 2007, das immer noch hängt. Ein Album von geradzu kabarettistischer Qualität. Schon die Schrifttype des Albumtitels erinnert nicht von ungefähr an die anthroposophische Waldorfschrift. Inzwischen allerdings äußert Grebe, dass er inzwischen nicht mehr so pauschal gegen die (ostdeutsche, rechte, alternative) Landbevölkerung ätzen würde.
Ca. 62 Min. Laufzeit
Grebe Rainald (& Die Kapelle der Versöhnung)
Berlin
2011
Versöhnungsrecords, Broken Silence